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Zukunftskonzept des Bürgermeisters zu bestimmten kommunalen Liegenschaften

Der Gemeinderat hat am 24. März 2026 beschlossen, die Verwaltung mit einer Entwurfsplanung für ein Gesamtkonzept zur Zukunft von Feuerwehr, Schulen, Kindergärten und Hallen zu beauftragen. Im Anschluss wurde mit den Fraktionsvorsitzenden und der Bauamtsleitung vereinbart: Es soll sich um einen Entwurf mit Ideen handeln, als Gesamtkonzept für die Zukunft der Feuerwehr, Schulen, Kindergärten und Hallen. Erarbeitet in erster Linie von Bürgermeister Frank Bolz unter Einbeziehung vorliegender Studien und Berechnungen. Da weitere gemeindliche Objekte eng mit diesen Themen verknüpft sind, hat sich der Bürgermeister dazu entschieden, diese ebenfalls mit einzubeziehen.

Das Konzept, das Bürgermeister Frank Bolz am 29. September 2026 im Gemeinderat vorgestellt hat, versteht sich ausdrücklich als Sammlung von Ideen und Varianten – nicht als Entscheidung. Welche Richtung tatsächlich eingeschlagen wird, hängt von den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde und vor allem von den künftigen Beschlüssen des Gemeinderats ab. Manche der aufgezeigten Vorhaben werden sich, auch wenn sie sinnvoll erscheinen, am Ende nicht umsetzen lassen.

Wichtig für das Verständnis dieses Textes: Zu den einzelnen Objekten wurde bewusst keine persönliche Einschätzung oder Wunschrichtung von Bürgermeister Frank Bolz aufgenommen. Der Grund dafür ist einfach – zu vielen Punkten besteht nach heutigem Kenntnisstand zwar eine persönliche Meinung, diese hängt aber stark von weiteren Entscheidungen des Gemeinderats und der Entwicklung der einzelnen Objekte ab und kann sich dadurch noch ändern. Auch fehlen genauere Werte, Zahlen und Kalkulationen, die jeder einzelnen Variante, vor einer Entscheidung im Gemeinderat zu ermitteln sind. Das Konzept listet deshalb bewusst nur die Varianten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen aus Sicht des Bürgermeisters auf.

Sofern sinnvoll, gibt es für einzelne Objekte mehrere Varianten, oft sind diese auch von anderen Entscheidungen im Gemeinderat abhängig. Es werden die jeweiligen Vor- und Nachteile aus Sicht der Gemeinde Dettenheim, erwähnt.

A Feuerwehrhaus Rußheim

Variante 1
Der Gemeinderat entscheidet sich für den Erhalt der bestehenden Feuerwehrhäuser, also einen Teilabriss und die Sanierung des Gebäudes mit Erweiterung der Fahrzeughalle und dem hinteren Gebäudetrakt, sowie das Anlegen von Parkplätzen für Einsatzkräfte auf dem Grundstück zur Verwaltungsstelle hin.

Variante 2
Der Gemeinderat entscheidet sich für ein gemeinsames Feuerwehrhaus. Abriss des Gebäudes und Zurverfügungstellung an einen Investor, eventuell mit der Verwaltungsstelle zusammen.

VarianteVorteileNachteile
1Die realen, derzeitigen Einsatzzeiten der Feuerwehr innerhalb Rußheims bleiben zunächst erhalten. Das Feuerwehrhaus in der Ortsmitte dient auch als Anlaufstelle bei Großeinsätzen oder Zusammenbruch von Teilen der Infrastruktur.Hohe Kosten, durch Einrichten eines Interimsfeuerwehrhauses während des Umbaus. Weniger Einflussmöglichkeiten auf künftige personelle Veränderungen in der Gesamtfeuerwehr. Keine Synergieeffekte durch ein gemeinsames Feuerwehrhaus. In den kommenden 10 bis 15 Jahren wird die Gemeinde Dettenheim es finanziell voraussichtlich nicht schaffen, beide Feuerwehrhäuser zu sanieren.
2Einnahmen, jedoch unter Berücksichtigung der Abriss- und Entsorgungskosten. Vorteile des gemeinsamen Feuerwehrhauses greifen.Teils etwas längere Anfahrtswege der Feuerwehr Rußheim.

B Feuerwehrhaus Liedolsheim

Variante 1
Der Gemeinderat entscheidet sich für den Erhalt der bestehenden Feuerwehrhäuser. Teilabriss und Sanierung des Gebäudes mit Erweiterung der Fahrzeughalle und dem Gebäudetrakt.

Variante 2
Der Gemeinderat entscheidet sich für ein gemeinsames Feuerwehrhaus. Nutzung des Feuerwehrhauses in Liedolsheim z.B. als Vereinsheim mit Fahrzeughallen für DRK Liedolsheim, idealerweise gemeinsam mit dem DRK Rußheim und/oder DLRG Dettenheim gegen geringe Miete oder Pacht.

Variante 3
Der Gemeinderat entscheidet sich für ein gemeinsames Feuerwehrhaus. Abriss des Gebäudes und Zurverfügungstellung an einen Investor für Wohngebäude oder alternativ Anlegen von Parkplätzen und Grünflächen, auch als Möglichkeit eines kleinen Wochenmarktes in der Ortsmitte Liedolsheim.

VarianteVorteileNachteile
1Die realen, derzeitigen Einsatzzeiten der Feuerwehr innerhalb Liedolsheims bleiben erhalten, werden durch ein neues, gemeinsames Feuerwehrhaus nicht verschlechtert und nach der in Auftrag gegebenen Studie zu urteilen auch nicht verbessert.Sehr hohe Kosten, auch durch Einrichten eines Interimsfeuerwehrhauses während des Umbaus. Weniger Einflussmöglichkeiten auf künftige personelle Veränderungen in der Gesamtfeuerwehr. Keine Synergieeffekte durch ein gemeinsames Feuerwehrhaus. Weiterhin sehr angespannte Verkehrs- und Parksituation durch unmittelbare Nähe zum Kindergarten und Rathaus, sowie allgemein der Ortsmitte und der Rathausstraße. Diese Situation wird sich beim Erhalt des Feuerwehrhauses Liedolsheim noch einmal verschärfen. In den kommenden 10 bis 15 Jahren wird die Gemeinde Dettenheim es finanziell voraussichtlich nicht schaffen, beide Feuerwehrhäuser zu sanieren.
2Einsparung der Abriss- und Entsorgungskosten. Zukunft und Standortfrage der beiden Vereine DRK Liedolsheim und DLRG Dettenheim wären gelöst. Weiteres Potential für Vereine. Nutzung der Räume oder Teile davon für die Gemeindeverwaltung. Vorteile des gemeinsamen Feuerwehrhauses greifen.-
3Einnahmen durch Verkauf des Grundstückes, jedoch unter Berücksichtigung der Abriss- und Entsorgungskosten. Entspannung der Parksituation im Bereich Rathaus und Kindergarten. Möglichkeit der Einrichtung eines kleinen Wochenmarktes in der Liedolsheimer Ortsmitte. Vorteile des gemeinsamen Feuerwehrhauses greifen.Hohe zu erwartende Abriss- und Entsorgungskosten. Teils etwas längere Anfahrtswege für die Feuerwehrleute.

C Gemeinsames Feuerwehrgebäude

Entscheidung des Gemeinderats zur Errichtung eines gemeinsamen Feuerwehrgebäudes.

Variante 1
Errichtung auf Grundstücken des geplanten Erweiterungsgebietes Gewerbegebiet Waldteiler III im Ortsteil Rußheim.

Variante 2
Errichtung auf dem Grundstück beim Kreisel Ortsausgang Liedolsheim Richtung Rußheim, diagonal gegenüber dem Netto-Markt.

VarianteVorteileNachteile
1Anbindung an Infrastruktur vorhanden, bzw. muss sowieso geschaffen werden. Daher gegenüber anderem Standort wahrscheinlich eine Kostenersparnis.Wegfall von wichtigen Gewerbeplätzen und dadurch möglicherweise geringere Einnahmen durch Gewerbesteuer. Etwas längere Anfahrtswege der Liedolsheimer Feuerwehrleute bei Einsätzen auf Gemarkung Liedolsheim oder südlich davon.
2Laut Studie beste Anfahrtszeiten für Gesamt-Dettenheim betrachtet. Kein Verbrauch von Gewerbebauplätzen. Laut Flächennutzungsplan nicht geplant, somit auch nach vielen Jahren noch Erweiterungsmöglichkeiten, auch in Bezug auf einen neuen Bauhof.Etwas längere Anfahrtswege der Rußheimer Feuerwehrleute bei Einsätzen auf Gemarkung Rußheim oder nördlich davon.

Vorteile der Varianten 1 und 2 gemeinsam:
Synergieeffekte im gemeinsamen Feuerwehrhaus. Flexibel auf künftige Veränderungen und bessere Möglichkeiten bei Veränderungen der Personalstärke. Außengelände, das auch für Veranstaltungen und Übungen zur Verfügung steht. Keine Einbußen was die Räumlichkeiten für Umkleiden, Sanitärräume und Jugendräume angeht sowie Lagermöglichkeiten alles an einem Ort. Einnahmen durch Verkauf Objekt Feuerwehrhaus Rußheim und Feuerwehrhaus Liedolsheim möglich. Weitere Nutzung des Feuerwehrhauses in Liedolsheim z.B. als Vereinsheim mit Fahrzeughallen für DRK und/oder DLRG.

D Grundschulen in Dettenheim

Variante 1
Zusammenlegung des Schulbezirks (nicht zu verwechseln mit der Zusammenlegung der Schulstandorte).

VarianteVorteileNachteile
1In erster Linie Vorteile innerhalb der Schule, wie ein gemeinsames Sekretariat, bessere Vertretungsmöglichkeiten der Lehrerschaft.Ein Nachteil entsteht der Gemeinde dadurch nicht.

E Tullaschule Rußheim

Variante 1
Als Grundschule im Ortsteil Rußheim erhalten.

Variante 2
Schließung als Grundschule, Umbau zu Kindergarten mit mehreren, teils bei Bedarf auch getrennten Bereichen.

Variante 3
Schließung als Grundschule, Abriss und gesamtes Gelände einem Investor zuführen.

Variante 4
Abriss oder Teilabriss der Tullaschule und Neubau eines Kindergartens in Modulbauweise.

VarianteVorteileNachteile
1Kinder haben ihre Grundschule im eigenen Ortsteil.Sehr hohe Sanierungskosten. Dies wird für die Gemeinde in den kommenden Jahren ohne Gegenfinanzierung durch Grundstücke bzw. Objekte, die bei dieser Variante nicht frei werden, kaum machbar sein. Kinder müssen weiterhin zum Schwimmunterricht nach Liedolsheim. Wenig Flexibilität bei Veränderungen in der Schülerzahl und der Schulform.
2Verschiedene, auch weiträumige Kindergartenkonzepte innerhalb eines Gebäudes und Grundstücks realisierbar mit großem Außenbereich, eigener Sporthalle. Trotz einem großen Kindergarten können verschiedene Konzepte innerhalb eines Gebäudes und Außengelände realisiert werden, wie große und kleine Gruppen, offene Konzepte und eine Zwergenstube. Synergieeffekte entstehen für die Gemeinde durch einen Träger als Ansprechpartner und Flexibilität des wechselnden Bedarfs an Plätzen. Ein Teil des Geländes, das nicht für den Kindergarten benötigt wird, kann als Bauplätze verkauft werden. Entfall der beiden renovierungsbedürftigen Kindergärten in Rußheim und der Zwergenstube.Hohe Umbaukosten, die kaum durch Gebäude- bzw. Grundstücksverkauf der beiden bestehenden Kindergärten und der Wohnung der Zwergenstube in Rußheim gedeckt werden können. Kindergartengebäude Regenbogen kaum als Wohnhaus zu vermarkten.
3Sehr wahrscheinlich kostengünstigste Variante. Freie, uneingeschränkte Entwicklung des gesamten Grundstückes. Wegfall der Instandhaltungskosten und künftigen Sanierungskosten. Einnahmen generieren, sofern Abrisskosten abgedeckt werden. Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Seniorenheim und Möglichkeiten für Ladengeschäfte oder Arztpraxen, je nach Bedarf und Wunsch.Weiterhin Unterhaltung von 2 renovierungs- und sanierungsbedürftigen Kindergärten und der Wohnung für die Zwergenstube in Rußheim. Keine Flexibilität bei Veränderungen im Platz- und Angebotsbedarf.
4Alle Vorteile der Variante 2 und zusätzlich noch höchstwahrscheinlich günstiger als Umbau der Schule in einen Kindergarten.Nachteile ähnlich wie bei Variante 2.

F Pestalozzischule Liedolsheim

Variante 1
Sanierung der Bestandsgebäude und Bau einer Mensa zu einer gemeinsamen Grundschule in Dettenheim.

VarianteVorteileNachteile
1Infrastruktur, Platz und Gebäudeteile bereits vorhanden. Mensabereich müsste in bestehende Gebäudeteile integriert oder durch einen Erweiterungsbau realisiert werden. Kein weiterer Platzbedarf in der Gemeinde. Freiwerdendes Potential auf dem Grundstück der Grundschule in Rußheim. Große Synergieeffekte innerhalb der Schule bei Verwaltung, Lehrerschaft und Rektorat.Die Rußheimer Kinder haben einen weiteren Weg zur Schule.

G Kindergarten Regenbogen

Variante 1
Erhalt und weitere Renovierung und Sanierung, wie erforderlich.

Variante 2
Veräußern des gesamten Objektes, sofern die Variante 2 der Tullaschule Rußheim eintritt und dort ein gemeinsamer Kindergarten entsteht.

VarianteVorteileNachteile
1Da das Gebäude von seiner Architektur her und dem kleinen Außenbereich bereits heute nur schwer lösbare Probleme als Kindergarten bereitet, erschließen sich keine Vorteile.Weiterhin Unterhaltung des Gebäudes mit keinen Erweiterungsmöglichkeiten und beengten Platzverhältnissen im Innen- und Außenbereich. Keine Synergieeffekte durch neuen Kindergarten in der jetzigen Tullaschule.
2Keine Unterhaltungs- und Sanierungskosten in der Zukunft, Synergieeffekte am neuen Standort. Da das Gebäude von seiner Architektur her und dem kleinen Außenbereich bereits heute nur schwer lösbare Probleme als Kindergarten bereitet, wäre ein Umzug ein Vorteil.Auf einige Kinder würde ein Umzug in das neue Gebäude anstehen, wobei auch hier für die Kinder die Vorteile überwiegen. Da das Gebäude von seiner Architektur her und dem kleinen Außenbereich bereits heute nur schwer lösbare Probleme als Kindergarten bereitet, erschließen sich keine gravierenden Nachteile.

H Kindergarten Arche Noah

Variante 1
Erhalt des Kindergartens.

Variante 2
Veräußern des gesamten Objektes, sofern die Variante 2 der Tullaschule Rußheim eintritt und dort ein gemeinsamer Kindergarten entsteht.

VarianteVorteileNachteile
1Schöner Standort am Ortsrand mit Nähe zum Spielplatz Herrenstraße ohne Durchgangsverkehr bleibt erhalten. Erweiterungsmöglichkeiten auf dem angrenzenden, gemeindeeigenen Grundstück sind weiterhin vorhanden.Weiterhin Unterhaltung des Gebäudes. Keine Synergieeffekte durch neuen Kindergarten in der jetzigen Tullaschule.
2Keine Unterhaltungs- und Sanierungskosten in der Zukunft, Synergieeffekte am neuen Standort. Einnahmen durch Verkauf, sofern ein Käufer gefunden wird.Auf einige Kinder würde ein Umzug in das neue Gebäude anstehen, wobei auch hier für die Kinder die Vorteile überwiegen. Der Verkauf des Objektes wird durch die Art der Bebauung erschwert. Evtl. Teilabriss des Anbaus erforderlich oder Komplettabriss.

I Kindergarten Sternschnuppe, Kindergarten Sonnenblume und Kindergarten Schwalbennest

Für diese Kindergärten sehe ich in den kommenden Jahren keinen Bedarf an großen Veränderungen. Je nach Entscheidung zu Punkt A könnten Vorteile für den Kindergarten Schwalbennest eintreten, was das Umfeld oder auch Erweiterungsmöglichkeiten betrifft. 

J Zwergenstube

Variante 1
Die künftige Entwicklung der Zwergenstube ist von anderen Entscheidungen abhängig. Sollte die Tullaschule in einen großen Kindergarten umgebaut werden, kann dort die Zwergenstube, auch mit mehr Gruppen, in einem etwas abgesonderten, geschützten Bereich für die Kleinkinder eingerichtet werden.

VarianteVorteileNachteile
1Erlös durch Verkauf der Wohnung in der Rheinstraße.Nachteile würden für die Gemeinde nicht entstehen.

K Zukunft Waldkindergarten Rußheim

Variante 1
Errichten eines Waldkindergartens im Ortsteil Rußheim.

VarianteVorteileNachteile
1Anbieten eines sehr gefragten Modells, das für die Kommune günstiger ist, sehr überschaubare Folgekosten mit sich bringt und ein sehr gutes Konzept ist für die Entwicklung der Kinder.Sofern die Variante 2 der Tullaschule Rußheim eintritt und dort ein gemeinsamer Kindergarten entsteht, könnten die finanziellen Vorteile eines weiteren Waldkindergartens in Dettenheim nach hinten rücken. Die Vorteile des Konzeptes für die Kinder bleiben aber bestehen.

L Festhalle Liedolsheim

Variante 1
Größere Ausnutzung der Halle durch bessere Vermarktung, evtl. Zusammenarbeit mit einer Firma als Eventmanager. Alternativ verpachten oder vermieten an Investor / Eventmanager zum Zwecke Eventlokation oder Freizeitlokation.

Variante 2
Abriss der Halle und Gelände durch Investor vermarkten. Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, kleinere Ladengeschäfte, Arztpraxen, Wochenmarkt, je nach Bedarf.

VarianteVorteileNachteile
1Kostenreduzierung der Gemeinde, höhere Einnahmen generieren.Investitions- und Unterhaltungskosten Gebäude bleiben bei uns. Weniger Einfluss auf störende Veranstaltungen.
2Wegfall der Instandhaltungskosten und künftigen Sanierungskosten. Einnahmen generieren, sofern Abrisskosten abgedeckt sind – Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Möglichkeiten für Ladengeschäfte oder Arztpraxen, je nach Bedarf.Ein Wahrzeichen vom Ortsteil Liedolsheim verschwindet. Einige wenige größere Veranstaltungen müssen in die Pfinzhalle Rußheim verlagert werden. Zwei Vereine die dort Räume gemietet haben müssen in andere Objekte ausweichen.

M Pfinzhalle Rußheim mit Ludwig-Reinacher-Forum und Sporthalle

Variante 1
Gebäudekomplex erhalten, nötige Investitionen in Technik und Unterhalt tätigen, evtl. Photovoltaik weiter ausbauen, sofern noch Platz vorhanden ist.

VarianteVorteileNachteile
1Halle und Forum deckt Sportveranstaltungen, kleine und große Vereinsfeste im Innen- und Außenbereich der gesamten Gemeinde Dettenheim ab.Ein Nachteil entsteht der Gemeinde dadurch nicht.

N Schwimmbad

Das Schwimmbad soll, solange es noch finanzierbar ist, erhalten bleiben.

VarianteVorteileNachteile
1Das Bad leistet einen wichtigen Beitrag, um den Kindern, aber auch Erwachsenen das Schwimmen beizubringen. Das Bad dient Schülerinnen und Schülern auch aus den umliegenden Gemeinden dem Schwimmunterricht und auch Erwachsene sowie ältere Menschen haben die Gelegenheit vor Ort zu schwimmen.Künftige Sanierungs- und Reparaturkosten, hohe Personalkosten und fehlendes Personal zur Badeaufsicht.

O Verwaltungsstelle Rußheim

Variante 1
Gebäude erhalten und mit Hilfe eines Investors neues Leben einbringen. Möglichkeiten bestehen in einem Ärztehaus. Sofern sich der Gemeinderat für ein gemeinsames Feuerwehrgebäude entscheidet, kann die Fläche des heutigen Feuerwehrhauses Rußheim mit einbezogen werden.

Variante 2
Zurverfügungstellung des Grundstücks und Gebäudes, je nach Entscheidung des Gemeinderats zum Feuerwehrstandort auch inkl. dem Gebäude der Feuerwehr Rußheim, an einen Investor und anschließender Abriss der Verwaltungsstelle.

VarianteVorteileNachteile
1Das Gebäude wird im Ortskern erhalten und wieder einem Zweck und einer Nutzung zugeführt. Keine Kosten für Unterhaltung, Renovierung und Sanierung in der Zukunft für die Gemeinde.Die derzeit noch stattfindenden Sitzungen des Ortschaftsrates müssten z.B. in das LudwigReinacher-Forum ausweichen. Ebenso die derzeit sich dort noch befindlichen Vereine. Für diese ergeben sich aber je nach Entscheidung zum gemeinsamen Feuerwehrstandort neue und bessere Möglichkeiten.
2Freie, uneingeschränkte Entwicklung des gesamten Grundstückes. Wegfall der Instandhaltungskosten und künftigen Sanierungskosten. Einnahmen generieren, sofern Abrisskosten abgedeckt werden. Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Möglichkeiten für Ladengeschäfte oder Arztpraxen, je nach Bedarf und Wunsch.Ein Wahrzeichen im Ortsteil Rußheim verschwindet.

P Kombihöfe / Grünschnittplätze

Variante 1
Schaffung eines gemeinsamen Wertstoffhofes mit Grünschnittsammelplatz am Ortsrand von Liedolsheim oder Rußheim. Laut Flächennutzungsplan z. B. im Bereich Ortsausgang Liedolsheim Richtung Bolzhof umsetzbar.

VarianteVorteileNachteile
1Bessere Planbarkeit und geringere Kosten von Personal. Einfacheres Umsetzen von längeren Öffnungszeiten gerade an Samstagen. Entspannung der Verkehrssituation zu Stoßzeiten der Anlieferung und Abholung der Container in der Augartenstraße und Rheinstraße. Kostenersparnis zu erwarten.  Wirtschaftlichkeit eines neuen, gemeinsamen Platzes muss zunächst geprüft werden, da auch der Abfallwirtschaftsbetrieb einen Teil der Kosten trägt. Für einige Bürgerinnen und Bürger wird der Anfahrtsweg etwas länger.

Q Bauhof

Gebäudeteile sind das Bauhofgebäude und die offene Lagerhalle im Krautstückerweg, die angemietete Halle mit Freigelände im Krautstückerweg gegenüber dem Bauhofgebäude, sowie das alte Feuerwehrhaus und der alte Bauhof in Rußheim.

Variante 1
Bauhof belassen mit Option auf Erweiterung hinter dem jetzigen Bauhof, dem Erweiterungsgebiet Gewerbegebiet Hambiegel. Erweiterung anstreben, wenn sich bei dem gemieteten Gebäude zu Ungunsten der Gemeinde eine Veränderung abzeichnet. Veräußern des Gebäudes mit Grundstück des alten Feuerwehrhauses in Rußheim, das derzeit als Lager dient. Den alten Bauhof in Rußheim, der derzeit als Lager dient, aufgrund der Entfernung zum Bauhof in Liedolsheim beibehalten für Lagerung von Maschinen und Gerätschaften im Ortsteil Rußheim.

Variante 2
Errichtung eines neuen Bauhofs mit Lager am Ortsrand von Liedolsheim oder Rußheim. Laut Flächennutzungsplan z. B. im Bereich Ortsausgang Liedolsheim Richtung Bolzhof umsetzbar.

VarianteVorteileNachteile
1Weniger größere Investitionen, außer bei einer Erweiterung in den nächsten Jahren. Einnahmen durch Verkauf Objekt altes Feuerwehrhaus.Nach wie vor weitere Anfahrtswege in die nördliche Gemarkung.
2Moderne, energiesparende Gebäude, zentrale Lage, gute Verkehrsanbindung. Altes Bauhofgelände und angemietetes Objekt steht für dringend benötigte Gewerbefläche in Liedolsheim zur Verfügung. Einnahmen durch Verkauf Objekt altes Feuerwehrhaus und alter Bauhof in Rußheim. Dort dann keine Unterhaltungskosten mehr. Synergieeffekte mit gemeinsamen Feuerwehrhaus, je nach Entscheidung Punkt C.Hohe Investitionskosten. Je nach Standort Nähe zu Wohnbebauung, wobei sich die Emissionen wie Staub und Lärm in Grenzen halten.

R DRK-Heim

Variante 1
Wenn Variante 2 des Feuerwehrhauses Liedolsheim eintritt, Verkauf des Objektes.

VarianteVorteileNachteile
1Keine künftigen Investitionskosten für die Gemeinde, Einnahmen unter Berücksichtigung der Abrisskosten. Zukunft und Standortprobleme für DRK Liedolsheim und DLRG Dettenheim sind gelöst.Sofern sich das DRK Liedolsheim, idealerweise auch mit dem DRK Rußheim, und die DLRG Dettenheim einig sind, wären keine nennenswerten Nachteile zu erwarten.

S Platz neben der Verwaltungsstelle Ortsmitte Rußheim

Unabhängig von der Zukunft des Gebäudes der derzeitigen Verwaltungsstelle, Umgestaltung als Marktplatz und Platz kleinerer Open-Air-Veranstaltungen, sowie Parkplatz weitere Parkplätze, zeitweise für die umliegenden Geschäfte und Arztpraxen und für Anwohner.

T Kreuzungsbereich Hochstetterstraße – Friedrichstraße

Variante 1
Auf dem gemeindeeigenen Grundstück in der Friedrichstraße, Errichten eines kleinen Ärztehauses mit 1 oder 2 Praxen. Im Idealfall Erwerb von angrenzenden abbruchreifen Gebäuden und Planung eines größeren Ärztehauses mit Bäckerei und/oder Café und zusätzlichem Wohnraum.

VarianteVorteileNachteile
1Verschönerung des Ortsbildes in diesem Bereich. Bereicherung durch Arztpraxen, Bäckerei und/oder Café und Wohnraum möglich. Einnahmen unter Berücksichtigung der Kosten für Kauf der Objekte.Keine wesentlichen Nachteile erkennbar.

U Gewerbegebiet Hambiegel

Variante 1
Für das Gewerbegebiet Hambiegel gibt es sehr großen Bedarf an Gewerbeplätzen. Dies von auswärtigen Firmen, die bei uns anfragen, aber auch von mehreren, bereits im Gewerbegebiet ansässigen Betrieben. Teils werden explizit und teils vorzugsweise in diesem Gebiet Hambiegel Flächen zur Erweiterung und Standortsicherung, wie auch Arbeitsplatzsicherung von bestehenden, einheimischen Betrieben gesucht. Aber auch Flächen und Objekte zur Neuansiedlung von bereits auswärts bestehenden Gewerbebetrieben. Hier liegen nachweislich mehrere Anfragen vor. Das Bestreben der Gemeinde muss es sein, wie vom Gemeinderat bereits per Beschluss bestätigt, künftig auf die rechtmäßige Nutzung der Flächen und Objekte hinzuwirken, insbesondere bei Veränderungen und Wechsel der Eigentümer. Das Gewerbegebiet muss seinem Zweck, dem Gewerbe günstigen Raum und Fläche zur Verfügung zu stellen, in Zukunft wieder mehr gerecht werden.

VarianteVorteileNachteile
1Ansässige Betriebe und gute Gewerbesteuerzahler der Gemeinde wandern nicht ab und können ihre Betriebsstätte erweitern und somit den Standort und somit auch die Arbeitsplätze in Dettenheim sichern. Die Gewerbesteuer ist die zweithöchste Steuereinnahme der Gemeinde, in den kommenden Jahren wird die Gemeinde mehr denn je darauf angewiesen sein.Wenn das Gewerbegebiet in Zukunft schrittweise wieder seinem eigentlichen Zweck zugeführt wird, entstehen der Gemeinde dadurch keine Nachteile.

V Gewerbegebiet Waldteiler Ortsteil Rußheim

Für dieses Gewerbegebiet gilt auch in Zukunft die Interessen der Betriebe und deren Inhaber mehr zu schützen und das Gewerbe im Ort zu halten und somit auch zu stärken. Die Anfragen zu Objekten in diesem Gebiet sind geringer, wohl auch in Erwartung einer baldigen Erweiterung.

W Photovoltaik auf gemeindeeigenen Gebäuden

Variante 1
Voranbringen in der Zukunft von Photovoltaik auf allen gemeindeeigenen Gebäuden, wo es auch wirtschaftlich Sinn macht.

VarianteVorteileNachteile
1Eigene Stromerzeugung und dadurch Einsparungen bei den Energiekosten der Gemeinde. Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung der Klimaziele. Nutzung bereits vorhandener Dachflächen ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.Investitionskosten, die sich erst über die Jahre amortisieren. Nicht auf jedem Gebäude wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar, z.B. bei Dachzustand, Statik oder Ausrichtung.

X Schwimmende Photovoltaikanlage und Agri-Photovoltaik

Variante 1
Umsetzen einer schwimmenden Photovoltaikanlage auf unseren beiden Baggerseen, sowie Agri-Photovoltaik in Zusammenarbeit und Abstimmung mit ortsansässigen Landwirten.

VarianteVorteileNachteile
 Zusätzliche Flächen zur Stromerzeugung ohne Verbrauch von Bauland oder landwirtschaftlicher Fläche. Bei der Agri-Photovoltaik doppelte Nutzung der Flächen, landwirtschaftlich und energetisch, in enger Abstimmung mit den betroffenen Landwirten. Beitrag zur regionalen Energiewende und Stärkung der Gemeinde als Energiestandort.Hoher Planungs- und Genehmigungsaufwand, u.a. wasser- und naturschutzrechtliche Fragen bei den Baggerseen zu klären. Umsetzung der Agri-Photovoltaik nur mit Zustimmung und in enger Abstimmung mit den Landwirten möglich, ist noch nicht abschließend geklärt.
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